{"id":16,"date":"2020-09-04T00:26:02","date_gmt":"2020-09-03T22:26:02","guid":{"rendered":"http:\/\/neuenfels.c304.de\/?page_id=16"},"modified":"2020-09-04T00:26:02","modified_gmt":"2020-09-03T22:26:02","slug":"geschichte","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/neuenfels.de\/?page_id=16","title":{"rendered":"Geschichte"},"content":{"rendered":"\n<p>Die Gr\u00fcndung des Vereins entsprang zum einen aus der zu gro\u00dfen Aktivitas des\u00a0 katholischen Studentenvereins Germania-Hohentwiel, zum anderen aber auch aus der Idee, neue Formvorstellungen zu verwirklichen. So war der zu gro\u00dfe Fuxenstall der Germania-Hohentwiel uneinig und in Gruppen gespalten, die Philister lie\u00dfen kein Interesse an der Neugestaltung des Korporationszieles erkennen, so dass immer mehr Aktive nicht mehr f\u00fcr die Reorganisation der alten Verbindung waren, sondern einen neuen, ohne starre Tradition belasteten Verein f\u00fcr n\u00f6tig hielten. Das Philisterium war gr\u00f6\u00dftenteils gegen die Teilung, die Aktivitas einstimmig daf\u00fcr. Im Februar 1927 teilte der Verbandsrat mit, dass die Finanzierung der neuen Verbindung gesichert sei. In dieser Zeit entstand auch der Name \u201eNeuenfels\u201c nach der Burg bei Britzingen. So konnte die Gr\u00fcndung endg\u00fcltig in einer sch\u00f6nen Fensternische im Friedrichsbau am 12. Februar 1927 vollzogen werden.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"392\" height=\"241\" src=\"http:\/\/neuenfels.c304.de\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/nf_geschichte1.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-17\" srcset=\"https:\/\/neuenfels.de\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/nf_geschichte1.jpg 392w, https:\/\/neuenfels.de\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/nf_geschichte1-300x184.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 392px) 100vw, 392px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Am 20. Januar 1934 wurden s\u00e4mtliche studentischen Verb\u00e4nde mit sofortiger Wirkung dem Reichsf\u00fchrer NSDStB und DST, Dr. Oskar St\u00e4bel, unterstellt, nachdem bereits 1933 das F\u00fchrerprinzip eingef\u00fchrt werden musste. Damit wurde das Verbindungsleben praktisch gel\u00e4hmt. Die Lage wurde in der darauf folgenden Zeit kritischer, so dass der Hausbauverein am 1. November 1935 seine Aufl\u00f6sung beschloss. Die Stimmung in der Aktivitas war gedr\u00fcckt. Dennoch wollte man sich nicht aufl\u00f6sen, solange der Verband bestand. Obwohl der Verband schon am 20. November 1935 aufgel\u00f6st wurde, nahmen die Neuenfels, Brisgovia und Rheno-Palatia die Semesterarbeit noch einmal auf. Im Sommer 1936 musste auch die Neuenfels sich dem Druck beugen. Es kam zur Aufl\u00f6sung des Vereins. Dennoch lebte Neuenfels weiter. Es gab aufgrund des durch die Zeit noch st\u00e4rker gewordenen Zusammenhaltes der Bundesbr\u00fcder weiterhin inoffizielle Veranstaltungen. Im Sommer 1937 mussten dann auch die inoffiziellen Treffen eingestellt werden. Die Haltung der Neuenfelser in Bezug auf den Nationalsozialismus war sp\u00e4testens zu diesem Zeitpunkt, bis auf wenige Ausnahmen, eindeutig ablehnend. Man leistete zu jener Zeit zwar keinen aktiven Widerstand, aber machte sich mit einer Politik der kleinen Nadelstiche in Parteikreisen unbeliebt.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach 16 Jahren ohne Neuenfels wurde im Februar 1953 \u00fcberlegt, wie eine Reaktivierung des Vereins durchzuf\u00fchren sei. Am 17. Mai 1953 trafen sich mehrere Alte Herren in D\u00fcsseldorf zu einem Convent und beschlossen die Reaktivierung. Germania-Hohentwiel stellte f\u00fcnf Aktive und drei Inaktive f\u00fcr die Reaktivierung zur Verf\u00fcgung. Am 25. Juli 1953 wurde der Reaktivierungsbeschluss auf dem Festkommers zum 56. Stiftungsfest der Germania-Hohentwiel vor etwa 250 Teilnehmern feierlich bekanntgegeben. So begann die Arbeit von Neuem im Wintersemester 1953\/54.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"392\" height=\"241\" src=\"http:\/\/neuenfels.c304.de\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/nf_geschichte2.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-18\" srcset=\"https:\/\/neuenfels.de\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/nf_geschichte2.jpg 392w, https:\/\/neuenfels.de\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/nf_geschichte2-300x184.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 392px) 100vw, 392px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Auf dem 30. Stiftungsfest im Sommer 1957 wurde vordringlich die Frage nach einem Neuenfelshaus er\u00f6rtert. Am 35. Stiftungsfest stand dann fest, dass ein Grundst\u00fcck f\u00fcr das geplante Neuenfelshaus in der Universit\u00e4tsstra\u00dfe gepachtet werden konnte. Im Sommer 1963 konnte dann endlich das Richtfest gefeiert und im Sommersemester 1964 die Hauseinweihung begangen werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Jahre 1968\/69 brachten mit den Studentenunruhen und der \u201eAPO\u201c auch f\u00fcr Neuenfels schlechte Zeiten. Wie viele andere Vereine litt Neuenfels ebenfalls unter Mitgliedermangel und die wenigen aktiven Neuenfelser hatten ihre eigenen Vorstellungen vom modernen Verbindungswesen, das sich mit den Vorstellungen der Alten Herren kaum in Einklang bringen lie\u00df. Tats\u00e4chlich herrschte noch nicht einmal in der Aktivitas Einigkeit dar\u00fcber, wie die zuk\u00fcnftige Ausrichtung der Verbindung aussehen sollte. In einem Brief an den Philistersenior und die Altherrenschaft versuchte der damalige Aktivensenior den Konflikt zu entsch\u00e4rfen. Trotz dieser beschwichtigenden Geste wurde der Dissens zwischen Altherrenschaft und Aktivitas schlie\u00dflich un\u00fcberwindbar und im Jahre 1970 sprach die Altherrenschaft die Suspension der Aktivitas aus.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Alten Herren hielten jedoch den Kontakt untereinander aufrecht. Nach den unruhigen Zeiten zwischen den 60er und 80er Jahren, in denen viele Freiburger Verbindungen praktisch nur eine \u201eNotbesatzung\u201c hatten, erwachte bei den Studenten wieder das Interesse f\u00fcr Verbindungsleben. In diese Zeit fallen auch die ersten Reaktivierungsbem\u00fchungen. Diese wurden ma\u00dfgeblich von den Neuenfelsern des Baden-Badener Ortszirkels \u201eFettquelle\u201c vorangetrieben. Im Jahre 1987 nahmen drei Aktive der Germania-Hohentwiel, drei Brisgoven und ein Kartellbruder von Rhenania Erlangen erste Reaktivierungsgespr\u00e4che auf. Im Oktober 1987 fanden die ersten Gespr\u00e4che mit der Altherrenschaft statt, worauf am 23. Oktober das erste offizielle Treffen der Aktiven mit der Altherrenschaft in Freiburg stattfand. Darauf folgte am 28. November 1987 der Reaktivierungsconvent mit anschlie\u00dfendem feierlichen Essen auf dem Dattler, und der Aktivenvorstand nahm die Semesterarbeit auf.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"392\" height=\"241\" src=\"http:\/\/neuenfels.c304.de\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/nf_geschichte3.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-19\" srcset=\"https:\/\/neuenfels.de\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/nf_geschichte3.jpg 392w, https:\/\/neuenfels.de\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/nf_geschichte3-300x184.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 392px) 100vw, 392px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Bis 1997 wuchs die Zahl der Aktiven auf \u00fcber drei\u00dfig. Dies wurde auch durch das gro\u00dfe Engagement der Altherrenschaft erm\u00f6glicht, die den bisherigen Parkplatz neben dem Neuenfelshaus bebauen lie\u00df, wodurch sich die Zahl der Zimmer mehr als verdoppelte und ein repr\u00e4sentativer Konventsraum geschaffen wurde. Hierdurch konnten die besten Voraussetzungen f\u00fcr ein weiterwachsen der Verbindung geschaffen werden. Neben solch erfreulichen Entwicklungen musste die Neuenfels auch so manchen Verlust hinnehmen. Am 14.03.1998 verstarb nach langer Krankheit der Gr\u00fcndungssenior Neuenfels, Dr. Dr. Landolin Stulz, der seinem Verein das ganze Leben lang auf das Engste verbunden war und ohne den Neuenfels in der jetzigen Form nicht vorstellbar w\u00e4re. Als mit unserem Ehrenphilister Karl Hugo H\u00e4rringer der letzte Aktive der Vorkriegsgeneration am 30.09.2008 entschlief, endete f\u00fcr die Neuenfels eine \u00c4ra, in der Bundesbr\u00fcder aus allen bewegten Zeiten ihres Vereins miteinander feiern und diskutieren konnten. Trotz dieser Verluste und der Schwierigkeiten, die das 21. Jahrhundert mit sich brachte, konnte sich die Neuenfels innerhalb der Freiburger Korporationen etablieren und blickt heute auf die l\u00e4ngste fortlaufende Aktivenzeit zur\u00fcck, seit ihrer Gr\u00fcndung 1927.&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Gr\u00fcndung des Vereins entsprang zum einen aus der zu gro\u00dfen Aktivitas des\u00a0 katholischen Studentenvereins Germania-Hohentwiel, zum anderen aber auch aus der Idee, neue Formvorstellungen zu verwirklichen. 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